Wein der Woche: Domaine Huet 2015 Le Haut-Lieu sec

Wein der Woche

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Passt zu: Seafood, Kalbsfilet,

Wann: für besonders, Dinner

Wo kaufen: gut sortierter Weinhändler

Schmeckt: nicht für jeden, gut überlegen mit wem man die Flasche teilt

Lieblingswein, Parkerpunkte, Muss in den Keller, Essensbegleiter

 

Die Geschichte des Weingutes Huet beginnt 1928 mit dem Kauf der Domaine und der direkt angrenzenden Rebflächen – dem Weinberg „Le Haut-Lieu“ – durch Gaston Huet. Später kamen die Weinberge „Le Mont“ und „Le Clos du Bourg“ hinzu. Angebaut wird ausschließlich die weiße Rebsorte Chenin Blanc, die ähnlich vielfältig ist wie Riesling und sich unter anderem hervorragend für die Herstellung edelsüßer Weine eignet. Die Gesamtfläche beträgt 35 Hektar und die Weine werden je nach Jahrgang in drei verschiedenen Stilen ausgebaut. Von Sec mit ungefähr 4-10 g/l Restzuckergehalt über Demi-Sec mit 10-30 g/l zu Moelleux mit über 30 g/l. In Ausnahmejahren wird die Cuvée Constance gekeltert, eine Trockenbeerenauslese mit über 130 g/l die zu den komplexesten und langlebigsten Weißweinen überhaupt gehört. Dazu kommen noch Schaumweine in unterschiedlichen Variationen.

Nach der Übernahme des Weingutes durch Huets Schwiegersohn Noël Pinguet stellte man den Betrieb auf dem Gut auf Biodynamie um. Dieser Prozess war 1990 abgeschlossen. Unter Pinguet entwickelte sich die Domaine Huet zu einem der beiden Top-Weingüter für Vouvray. 2003 wurde das Weingut von der heutigen Eigentümerfamilie Hwang gekauft. 2012 beendete Noël Pinguet seinen Vertrag aufgrund von Differenzen mit den neuen Eigentümern. Seitdem wird der Betrieb vom langjährigen Kellermeister Jean-Bernard Berthomé und von Benjamin Joliveau, den Pinguet bereits seit vier Jahren als seinen Nachfolger angelernt hatte, geführt.

Der Wein

Der 2015er Le Haut Lieu sec stammt von der ältesten Einzellage des Weingutes mit viel Lehm im Boden. Er gewinnt zwar deutlich mit ein paar Jahren Flaschenreife, zeigt aber auch schon in der Jugend deutliche Noten. Viel Frucht, wie reife Quitte und Birne, dazu Kamille und würzige Aromen wie Tabak und Muskatnuss. Im Mund ist er einerseits ganz leicht und frisch und andererseits dicht und vollmundig. Die Säure ist im ersten Moment ziemlich heftig, die dezente Süße federt das aber gut ab.

Der Wein passt wunderbar zu einer Vielzahl an Speisen, in erster Linie zu Meeresfrüchten und Fisch. Besonders zu Hummer-Bisque, aber auch zu Sushi. Mit etwas Reife packt der auch Fleisch wie gebratenes Geflügel und Kalb. Frische Ziegenkäse und Blattsalate mit gegrilltem Obst wären ebenso ein schöner Partner.

 

Die Verfügbarkeit der Weine ist gut und mit Vinaturel gibt es einen Händler in Deutschland der glücklicherweise schlau genug war, bei dem Verkauf der Schatzkammer von Noël Pinguet zuzuschlagen. So kommen wir heute in den Genuss von Weinen, die teilweise seit 70 Jahren unter perfekten Bedingungen reifen durften. Wer sich mal wirklich etwas Besonderes gönnen möchte, sollte hier zuschlagen.

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