Wein der Woche: 2007 St. Joseph Hervé Souhaut

Werbung – Bei diesem Artikel handelt es sich, wenn auch unbezahlt, um Werbung, da ich Links gesetzt habe oder Produkte empfehle

 

Passt zu: Geschmorte Lammkeule, Schweinebraten, gereifte Käse, geschmortes Kaninchen, Paté, gebratene Entenbrust

Für: Mich, allein auf der Couch

Wo zu kaufen: online und beim gut sortierten Weinhändler

Schmeckt: Speziell, Öko, Nerd, Lieblingswein

Seit 1993 bewirtschaftet Hervé Souhaut die 5 Hektar voller alter Reben – zwischen 50 und 100 Jahren alt –  der Domaine Romaneaux-Destezet. Wir sind hier an der nördlichen Rhône, also mitten in dem Syrah-Land überhaupt. Die wichtigsten Anbaugebiete für Rotwein sind Hermitage, Crozes-Hermitage, Côte Rôtie, Cornas und eben St.Joseph. Die Weine aus Hermitage sind begehrt und zu teuer um getrunken zu werden, alles andere zählt für mich zum Besten was die Weinwelt zu bieten hat. Weil man hier aus Syrah nicht eine plumpe Fruchtpampe macht, sondern vielmehr zu einem eleganten Gesöff mit ordentlich Wumms.

Zwei von Hervés Weinbergen liegen glücklicherweise direkt an der Rhône, gegenüber von Hermitage mitten in St.Joseph. Von hier kommt dieser Wein. Die Weine aus 2007 sind allgemein leichter und frischer als die Weine aus den extrem heißen Topjahren 2003 und 2005 bzw. 2009 und 2010. Gewachsen sind die Trauben auf Schieferböden, natürlich handgeerntet, die Trauben wurden nicht entrappt (Das bedeutet, dass man die Beeren nicht von den Stielen löst. Dadurch dass man die Stiele mitvergärt, kriegt man mehr Tannine und allgemein mehr Bumms in den Wein. Heißt oft auch whole-bunch fermentation.), für 8 Monate in Holztanks vergoren und ohne Filtration abgefüllt. Neun Jahre später steht er jetzt hier.

Die Farbe des St. Joseph 2007  ist ein herrlich leuchtendes Granatrot, der Wein wurde nicht filtriert und ist dadurch trüb. Wenn man seine Nase ins Glas hält springen einem die Aromen förmlich entgegen. Rote Früchte wie Hagebutten und Zwetschgen dazu Pfeffer, Lakritz und Kräuter. Auf der Zunge ist er zu Beginn dicht, fruchtig (Zwetschgen), Aromen nach Olive, wird dann leichter, füllt den ganzen Mund aus. Zu der Frucht kommt Pfeffer, etwas Teer und Lakritz. Des Weiteren Eisen, Blut, Granit. Tannin sehr fein und trocken. Frische Säure, im Abgang viel Pfeffer und Kräuter. Unglaublich komplex, überraschend mit Leichtigkeit und Frische. Lieblingswein.

Nach einer halben Stunde kommt mehr Schwarzkirsche und Brombeere zur Aromatik. Perfekt reif, keine Überreife, schöner Pfeffer, Salmiak, Schwarze Oliven.

Nach 2 Stunden Schwarzkirsche mit Kernen sowie Brombeere, Schwarzer Tee, Tabakblätter, Heu, Malz, Wermutkraut und Schokolade.

Die Fakten:

Hervé Souhaut

St. Joseph

2007

Syrah

12,5% Vol

Was sagst du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentar