Was hilft gegen Kater?

Was ist ein Kater?

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Leidige Begleiterscheinung nach übermäßigem Alkoholgenuss. Typische Symptome sind Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen sowie Einschränkung der geistigen und motorischen Fähigkeiten. Manchmal kommt es zu Schuldgefühlen bis hin zu depressiven Verstimmungen.

 

Wie entsteht ein Kater?

Der Alkohol entzieht dem Körper Wasser, was die Hauptursache für Kopfschmerzen am nächsten Morgen ist. Erschwerend kommt hinzu, dass beim Abbau von Ethanol Acetaldehyd entsteht, welches wiederum körpereigene Eiweiße denaturiert.

Eine ziemlich fiese Mischung.

Was hilft gegen Kater?

Das beste Mittel gegen den Kater, ist immer noch keinen Alkohol zu trinken. Es hilft außerdem seine Grenze zu kennen, ab der es zu viel wird und die dann auch einzuhalten. Wenn die Nacht doch mal länger wird oder absehbar ist, dass es nicht bei den zwei Bier bleibt, helfen vielleicht folgende Tipps.

 

Vorher

  • Fettiges Essen

Fettes Essen, am besten in Verbindung mit ordentlich Kohlenhydraten, wird langsamer verdaut und verzögert so die Alkoholaufnahme ins Blut. Burger, Pommes, Pizza und Döner sind ideale Grundlagen für eine lange Nacht. Und ruhig immer schön nachlegen. Erdnüsse, belegte Brote, Frikadellen, was auch immer da ist.

  • Viel Wasser

Schon vor dem ersten Glas Alkohol viel Wasser zu trinken, füllt nicht nur die Flüssigkeitsvorräte im Körper auf, sondern stillt auch den Durst. Die Folge ist, dass man langsamer und weniger trinkt.

  • Qualität statt Quantität

Die berühmt-berüchtigten Fuselalkohole sollte man tunlichst vermeiden. Nur qualitativ hochwertige Spirituosen und Weine zu trinken ist ein guter Anfang. Also lieber weniger, dafür besser.

  • Nicht Rauchen

Nikotin senkt kurzzeitig den Alkoholspiegel im Blut, wodurch man glaubt weniger betrunken zu sein als man ist und fleißig weitermacht. Einfach lassen.

  • Keine süßen Drinks

Zucker hemmt den Abbau des bösen Acetaldehyds (s.o.) und verstärkt somit die Katersymptome. Außerdem geht der Alkohol schneller ins Blut und Zucker macht Karies.

Nachher

  • Viel Flüssigkeit

Am besten stilles Wasser, Kräuter- oder Früchtetee und Fruchtsäfte. Auf keinen Fall alkoholische Getränke. Das macht das alles nur schlimmer.

  • Katerfrühstück

Je nachdem , wie es dem Magen geht und man sich fühlt, darf das Frühstück ruhig üppiger ausfallen und deftig sein. Denn der Körper braucht jetzt vor allem Elektrolyte, Fett und Energie. Rollmops eignet sich hervorragend, Rührei mit Speck, Gemüseeintopf, saure Gurken und auch Obstsalat mit Joghurt. Wer hart ist, trinkt eine Prairie Oyster: rohes Ei mit etwas Tomatensaft, Tabasco, Worcestershire Sauce, Pfeffer und Salz. Oder einfach eine alkoholfreie Bloody Mary.

Wenn der Magen noch zu flau ist für festes Essen, hilft Gemüsebrühe in kleinen Schlucken und Kräutertee.

  • Frische Luft und Bewegung

Ein Spaziergang an der frischen Luft wirkt Wunder. Wer seinem Kreislauf vertraut, kann auch eine Runde joggen gehen.

  • Tabletten/Medikamente

Vorsicht mit Schmerztabletten! Der Magen ist schon genug gereizt. Statt Aspirin und Paracetamol lieber Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen schlucken. Manche schwören bei Kopfschmerzen auch auf einen Espresso mit einem Spritzer Zitronensaft.

2 thoughts on “Was hilft gegen Kater?

  1. Danke, da waren ein paar Infos bei, die ich noch nicht kannte!

    Weißt du über welches Thema ich mich ja mal freuen würde?: Alkoholismus.

    Du lebst davon, dass Menschen Alkohol trinken, und trinkst ihn vermutlich auch selber gern und viel.
    Dass Alkohol eine Droge ist, die wie kaum eine andere zu gesundheitlichen Schäden führt, ist uns allen bekannt.
    Dass Alkohl Gewalt hervorruft oder fördert (physische und psychische) haben viele von uns erlebt – sei es am Rande einer Schulparty.
    Auch dass Alkohol einzelne Biografien oder auch ganze Familien negativ beeinflussen kann, hat jeder irgendwo mal beobachtet oder gar selbst erlebt.

    Und dennoch genießt diese Volksdroge gesellschaftliche Anerkennung.
    Wie gehst du mit diesen Zwiespalt um? Oder unterstelle ich dir nur, dass es für dich ein Zwiespalt ist?

    Diese Fragen stelle ich nicht aus moralischen Gründen, sondern aus eigenem Interesse heraus. Ein Teil meiner Verwandtschaft lebt im weitesten Sinne vom Alkohol. Finanziell gesehen profitiere ich somit auch davon, und ich selber trinke ihn gern.
    Dennoch sehe ich auch, wie viel Leid Alkohol verursacht und wie heuchlerisch es ist, dass andere Drogen als illegal und/oder asozial gelten, während Alkohol bei keinem geselligen Anlass fehlen darf… hast du zu dem Thema eine Haltung?

    1. Lieber Harald,

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Es freut mich immer sehr, wenn meine Artikel gelesen werden und noch mehr, wenn sie Reaktionen hervorrufen.
      Natürlich beschäftige ich mich mit dem Thema Alkoholismus. Einige Jahre hinter diversen Theken der Republik haben mich einige abschreckende Beispiele sehen lassen. Diese Volksdroge, wie du sie nennst, ist allgegenwärtig. In jeder gesellschaftlichen Ecke zu finden.
      Im Unterschied zu illegalen Drogen macht Alkohol angeblich weniger abhängig, ist aber für mehr Tote verantwortlich als alle illegalen Drogen zusammen. Dazu sollte man wissen, dass der Staat erheblich am Alkohol verdient. 2016 waren das ca 3,2 Milliarden Euro.
      Alkohol ist Status, vor allem Wein. Durch die Wahl meines Getränkes zeige ich, wie sehr ich mich auskenne oder wieviel Geld ich habe und bereit bin auszugeben.
      Alkohol ist soziales Schmiermittel. Bei einem Glas Bier oder Wein redet es sich direkt leichter als bei einer Limo.
      Alkohol ist Politikum. Fussball und Bier ist doch nichts anderes als die moderne Variante von Brot und Spiele?!

      Natürlich lebe ich davon, dass Menschen Alkohol trinken. Es gibt in meinen Augen aber verschiedene Gründe Alkohol zu trinken.
      Der erste ist das Trinken aus Genuss. Der zweite ist das Trinken der Wirkung wegen. Der dritte ist das Trinken aus der Sucht heraus als Folge übermäßigen Trinkens wegen der beiden erstgenannten Gründe.
      Auf meinem Blog geht es um den Genuss beim Trinken und in meinen Augen – das mag jetzt polarisieren – gehört dazu gelegentlich auch ein ordentlicher Rausch. Wichtiger ist aber, nie der Wirkung wegen zu trinken. Nicht um sich zu betäuben oder zu vergessen oder um mit Stress umzugehen. Ich habe nicht die Befähigung noch die Befugnis über ein so komplexes Thema wie Drogensucht zu schreiben. Wer sich fachkundig beraten lassen möchte oder weitergehende Informationen sucht, sollte hier schauen:
      https://www.bzga.de/infomaterialien/alkoholpraevention/
      https://www.anonyme-alkoholiker.de

      Letztlich geht es bei Alkohol meiner Meinung nach um den richtigen Umgang, und den kann und muss man lernen. Dann sind alkoholische Getränke in erster Linie ein Genussmittel und bereichern das Leben anstatt es zu zerstören.

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