Wein und Käse

Wein und Käse scheinen wie füreinander gemacht zu sein. Eine schöne Flasche Rotwein und ein Brett mit verschiedenen Käsen. Klingt gut,oder? Aber welcher Wein passt am besten zu Käse? Und warum eigentlich? Und was geht weniger gut? In diesem Artikel gebe ich euch ein paar Richtlinien und Empfehlungen an die Hand mit denen ihr nie wieder danebenliegt.

Die Herkunft

Die erste und einfachste Regel ist, zum Käse einen Wein mit derselben Herkunft zu trinken. In Frankreich geht das besonders gut, schließlich wird fast im ganzen Land Wein angebaut und Käse produziert. Zum Valencay, einem Ziegenfrischkäse im Aschemantel von der Loire, passt zum Beispiel ein weißer Sancerre hervorragend. Zum Munster, einem Rotschmierkäse aus dem Elsaß, wiederum ein Elsäßer Gewürztraminer.
Das gleiche gilt für Käse aus Italien. Sardischer Pecorino und Rotwein sind herrlich.

Wein und Käse zum Ausprobieren

Roquefort mit Sauternes
Junger Camembert mit jungem roten Bordeaux
Trüffelpecorino mit altem Barolo
Reifer Brie mit gutem Cidre (zum Beispiel von Eric Bordelet)
Kräftiger Ziegenkäse mit hopfengestopftem India Pale Ale

Foodpairing

Frische Käse wollen Weine mit ausgeprägter Säure. Oder weiche Weine, mit rundem Körper wie zum Beispiel reifen Grauburgunder oder Chardonnay.

Käse mit hohem Fettgehalt profitieren von Sprudel. Cremant, Champagner und Sekt sind hier die erste Wahl.
Sehr würzige und kräftige Käse, vor allem Rotschmierkäse – wie Munster und Epoisse – brauchen ausdrucksstarke Gegenspieler. Am besten einen Wein aus einer aromatischen Rebsorte, vielleicht sogar mit etwas Restsüße. Oder trockener Oloroso-Sherry.
Alter Hartkäse – Comté, Parmesan, Pecorino etc. – ist ein dankbarer Partner für kräftigen Rotwein.
Salziger Blauschimmelkäse – Bleu d’Auvergne, Roquefort – ist in Verbindung mit edelsüßen Weißweinen wie Sauternes oder Beerenauslesen ein Knaller.
Zu milderen Blauschimmelkäsen passt Port, entweder ein nicht zu alter Tawny oder ein Late Bottled Vintage.

Allzweckwaffen

Zu jedem Käse den passenden Wein auszusuchen, ist eine Sache. Einen Wein auszusuchen, der zu einer gut sortierten Käseplatte passt und den man den ganzen Abend trinken mag, schon was ganz anderes. Bewährt haben sich hier für mich folgende Weinstile:
– Champagner, Cremant
– Chardonnay aus dem Burgund
– halbtrockener Riesling
– junger, fruchtiger roter Bordeaux Supérieur
– einfacher Chianti Classico

Lieber Nicht!

Vorsichtig wäre ich mit vollmundigen, fruchtbetonten Rotweinen wie italienischem Primitivo, reinsortigem Merlot und ähnlichem. Leider überdecken sie oft den Eigenschmack des Käses.

Und jetzt probiert Ihr am besten mit ein paar Freunden selber ein paar Kombinationen aus. Geht in einen Käseladen – oder einen gut sortierten Supermarkt – und kauft vier bis sechs verscheidene Sorten. Ihr solltet am Ende mindestens einen Ziegen- oder Schafskäse haben, einen Hartkäse, einen mit weißer Schimmelrinde und einen mit Rotschmierrinde. Dazu noch einen Blauschimmelkäse und einen Frischkäse mit Aschemantel. Pro Person und Sorte sollten das schon 30 Gramm sein. Dazu könnt ihr entweder die oben empfohlenen Weine probieren, oder jeder bringt seinen Lieblingswein mit. Und dann probiert miteinander, durcheinander, wie ihr mögt. Achtet darauf wie die Weine mit den jeweiligen Käsen schmecken, wie sich die Käse mit Wein verändern und wie sich die Weine mit Käse verändern. Viel Spaß!

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