Foodpairing – Basics

Welcher Wein zu welchem Essen?

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Der richtige Wein kann ein Essen deutlich aufwerten und macht erst aus Nahrung eine Mahlzeit. Es scheint auf den ersten Blick wahnsinnig komplex und einschüchternd den richtigen Wein zum Essen zu wählen aber wenn ihr diese Regeln befolgt und etwas rumexperimentiert ist es gar nicht schwer.

Sieben Grundregeln

 

  • Roter Wein zu Fleisch und weißer Wein zu Fisch

Die bekannteste Regel ist zugleich die umstrittenste. Mit ihr macht ihr aber erstmal nichts falsch. Klar geht ein kräftiger Weißer auch mal zum Fleisch und ein leichter Roter zum Fisch, das verlangt dann aber schon etwas Fingerspitzengefühl und Experimentierfreude.

 

  • Schweres Essenàschwerer Wein, leichtes Essenàleichter Wein

Die Schwere des Essens und des Weins sollten ähnlich sein, damit der eine den anderen nicht erschlägt. Also körperreiche Weine zu schwerem kräftigen Essen wie geschmortem oder Braten und leichte frische Weine zu feineren Speisen wie gedünstetem Fisch oder Gemüse

 

  • Fettes Essen braucht Säure oder Tannin

Fettem Essen stellt man am besten einen Wein gegenüber der entweder mit knackiger Säure oder kräftigen Tanninen gegenhalten kann. Das Fett aus der Speise legt sich nämlich regelrecht über Zunge und Gaumen und überzieht alles mit einem Fettfilm. Tannine und Säure säubern das schön und werden dabei auch noch abgemildert. Gerade junge Rotweine mit noch heftiger Gerbsäure werden so toll trinkbar.

 

  • Schärfe im Essen braucht Süße, verträgt sich aber nicht mit Alkohol und Tannin

Scharfes Essen ist eine Herausforderung für Zunge und Weine. Mit restsüßen Weinen wie halbtrockenem Riesling lässt sich die Schärfe etwas abmildern. Das Capsaicin bringt dazu die Frucht im Wein schön raus. Unbedingt aufpassen mit tanninreichen Alkoholbomben. Ein Wein mit viel Alkohol sowie hohem Tanningehalt und ein scharfes Essen schaukeln sich gegenseitig auf. Der Wein würde alkoholischer, das Essen noch schärfer schmecken.

 

  • Süßes Essen verlangt nach noch süßeren Weinen

Trockene Weine werden noch trockener, Säure wird betont. Zum Dessert darf aufgefahren werden. Das ist die Gelegenheit diesen ganzen flüssigen Süßkram zu trinken. Late Bottled Vintage Port und PX Sherry sind geniale Allzweckwaffen die man unbedingt probieren sollte.

 

  • Bitteres Essen

Bitteres Essen geht nicht gut mit bitterem Wein, da sich die Bitterkeit gegenseitig verstärken würde. Also kein Cabernet Sauvignon mit grünen Bohnen, Spargel oder Chicorée.

 

  • Säure im Essen

Säurebetontes Essen verlangt nach einem Wein mit mehr Säure, da der sonst flach und labberig werden würde. Allerdings gibt es eine Grenze ab der es unangenehm wird, einfach ausprobieren. Manchmal ist auch ein säurearmer und körperreicher Wein die bessere Wahl.

Spaß muss es machen

Wenn ihr euch an diese Grundregeln haltet kommt ihr schon ziemlich weit. Es macht Spaß verschiedene Weine zum Essen zu probieren und zu sehen wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Manchmal wird der Wein mit dem Essen aufgewertet, dann wieder das Essen durch den Wein noch besser. Oder beide schaukeln sich gegenseitig auf und die Kombination aus beidem erschafft etwas völlig neues, eine regelrechte Geschmacksexplosion. Bleibt neugierig und entspannt, Foodpairing ist keine strenge Wissenschaft auch wenn manche so tun als ob.

 

In den nächsten Foodpairing-Teilen gehe ich detaillierter darauf ein, welcher Wein zu welchem Essen passt.

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