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Wein Online Kaufen

Mein Artikel zum Thema Wein Einkaufen ist tatsächlich einer der erfolgreichsten auf meinem Blog und ich werde über die verschiedensten Kanäle immer wieder darauf angesprochen. Das habe ich zum Anlass genommen mir die einzelnen Einkaufsmöglichkeiten mal genauer anzuschauen und beginnen möchte ich mit Onlineshops. Dazu habe ich viel recherchiert, wichtige Aufsätze gelesen und Tabellen studiert. Vielen Dank hier vor allem an das Deutsche Weininstitut.

Dass wir unsere Kleidung online kaufen, ist fast eine Selbstverständlichkeit. Auch Kosmetik, Bücher sowieso und auch Tierfutter. Seit neuestem kann man sich sogar seine Wocheneinkäufe im Internet zusammenstellen und zum Wunschtermin liefern lassen.

Wein Online

Das Deutsche Weininstitut erhebt regelmäßig Daten über das Kaufverhalten der Deutschen. Die aktuellsten Daten gibt es aus 2014, abgesehen von geringen Mengenzuwächsen stimmen die Dimensionen auf Anfrage auch heute noch.
Demnach wurden 5% des Gesamtumsatzes mit Wein im Internet gemacht. An der gesamten umgesetzten Weinmenge in Deutschland hat der Onlinehandel einen Anteil von 3%. Das entspricht 45 Millionen Liter Wein im Wert von 300 Millionen Euro.
55% beziehen ihren Wein online bei Weinfachhändlern und ca 30% kaufen über die Onlinevertriebskanäle von Winzern und Genossenschaften.
Der Durchschnittspreis für einen Liter Wein im Internet liegt bei 6,68€, das ist ziemlich ähnlich wie im realen Weineinzelhandel und Direktbezug. Im Lebensmitteleinzelhandel liegt der der Durchschnittspreis bei 2,89€.
Wer online Wein einkauft, kauft also hochwertiger und legt Wert auf höhere Qualität.
Der Anteil der Onlineweinkäufer an allen deutschen Haushalten beträgt 1,6%, diese decken ihren Weinbedarf zu 35% online und kaufen auch deutlich größere Mengen.

Digitalisierung – Die nächste Revolution

Das digitale Geschäft mit Wein wächst und wird in den nächsten Jahren noch viel stärker zunehmen. Der Trend zur Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Natürlich werden spezialisierte Einzelhändler nicht komplett verschwinden, aber ein immer größer werdender Teil des Umsatzes wird im Internet gemacht werden. Einige Unternehmen haben dies früh erkannt, so zum Beispiel Wine in Black, die von Anfang an auf exklusive Weine, E-Mail-Marketing und ein reines Onlinegeschäft gesetzt haben. Oder das Hamburger Unternehmen Hawesko, das mit verschiedenen spezialisierten Onlinevertriebskanälen einen breiten Markt abdeckt. Unter den Newcomern stechen 3Weine und Wine-a porter hervor, die beide mit einem eigenen Konzept versuchen das große Dilemma der Onlineshops mit der Geschmacksberatung zu lösen. Allerdings haben Supermärkte und Discounter, die immerhin 2/3 der Weinmenge in Deutschland umsetzen, das gleiche Problem.

Der große Vorteil im Internet ist, dass man dort so ziemlich alles irgendwo findet. Man muss halt wissen, was man sucht. Allerdings gibt es auch genug Angebote um sich inspirieren zu lassen, von Weingütern über Blogs, Weinkritikern, Foodblogger und Internetseiten von Weinmagazinen. Ein großes Vorbild für die Vermarktung des Genussproduktes Wein im Internet könnte die Art sein wie große und erfolgreiche Fashion-Onlineshops mittlerweile aussehen. Man hat mehr das Gefühl einen coolen Blog oder ein Magazin zu lesen und nicht mehr sich durch einen langweiligen kühlen Shop zu klicken.

Spannende Zukunft

Damit die Digitalisierung funktioniert muss vor allem das Infrastrukturproblem gelöst werden. Es müssen dringend Lösungen gefunden werden für den Versand, die Paketannahme, Retouren, Reklamationen, etc. Schon jetzt arbeiten die deutschen Paketdienstleister an ihren Kapazitätsgrenzen. Durch den Einstieg des Internetriesen Amazon in den Online-Lebensmittelhandel kommt gerade ganz schön Bewegung in den deutschen Markt. Und dadurch auch in den Versand.

Ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst beantworten. Auf der einen Seite wollen wir immer mehr und genauer wissen wo unsere Lebensmittel herkommen und sehnen uns nach den echten und guten Dingen. Auf der anderen bestellen wir ganz bequem von der Couch aus alles was wir zuhause haben wollen. Im Einzelhandel geht der Trend zum One-Stop-Shopping und führt zum Verschwinden, spezialisierter und kleinerer Geschäfte. Es wird spannend zu sehen, wie wir es in den nächsten Jahren schaffen werden mit diesen Widersprüchen umzugehen. Ich für meinen Teil werde auch weiterhin auf dem Martk mein Gemüse kaufen, beim Weinhändler meinen Wein und Musik höre ich eh am liebsten auf Platte.

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