Wein der Woche: Arbossar 2014 – Terroir al Limit

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Passt zu: gegrilltes Spanferkel; gegrilltes Gemüse; Steaks

Für: besondere Anlässe; Nerds; Parker-Punkte-Trinker

Mit seinem Alkoholgehalt von 13,5% kratzt der Arbossar 2014 von Terroir al Limit an der gesetzlichen Marke um als DO Priorat verkauft zu werden. Sind die Weine aus dieser schroffen, trockenen Gegend doch eher klassische Alkoholbomben. Im trockenen mediterranen Klima reifen die Trauben auf bis zu 850 Metern Höhe in terrassierten Weingärten heran. Der Llicorella genannte Boden, eine dunkle Mischung aus Quartz, Schiefer und Sand, ist in den Weinen ziemlich deutlich zu schmecken. Die wichtigsten Rebsorten sind Garnacha und Cariñena, ein kleiner Teil jedoch ist auch mit französischen Importen bepflanzt: Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot. Die meisten erhältlichen Weine sind Cuvées aus ebengenannten, in der Regel dominiert von Garnacha und Cariñena. Rebsortenreine Weine sind eher die Ausnahme.

Terroir al Limit

Nicht bei Dominik Huber. Der gebürtige Münchner bewirtschaftet seit 2002 das Weingut Terroir al Limit, welches er zwar ürsprünglich mit dem südafrikanischen Weingenie Eben Sadie gegründet hatte, mittlerweile aber allein betreibt. In die Flasche kommen hauptsächlich rebsortenreine Weine von Einzellagen, die alljährlich Topbewertungen einfahren. Dazu gigantisch gute weiße Cuvées. Im Einstiegsbereich – wir reden hier über Priorat, die Preise fangen bei ca 20€ an – macht er ein paar geniale Blends in weiß und rot.

Der Arbossar ist reinsortig aus Cariñena hergestellt. Die Reben sind über 60 Jahre alt, ausgebaut wurde er in 500 Liter Fässern aus französischer Eiche und 2500 Liter Fudern. Vom 2014er gibt es 4864 Flaschen (steht auf jedem Etikett).

Arbossar 2014

Die Farbe ist ein dichtes, dunkles Rubinrot, ins Lila gehend.

Der Duft ist fein nuanciert, fast leicht, nach Johannisbeeren, schwarzen Kirschen, dazu Oliven, Wacholder und nasser Schiefer. Im Mund zuerst fast süß, überdies sehr dicht, dann öffnend. Weit mit frischer aber weicher Säure spannt er sich über den ganzen Gaumen. Feinkörniges Tannin gibt darüber hinaus allem Halt. Aromen nach Schwarzkirschen und Johannisbeeren dominieren wie in der Nase. Gefolgt von Oliven und Kräutern. Dazu noch Wacholderbeeren, Holz, Harz und Fichtennadeln. Im Abgang dann Schiefer, geröstete Haselnüsse und Lakritz. Zurück bleibt eine sehr trockene Zunge. Und ein leeres Glas.

Der Arbossar 2014 beeindruckt in erster Linie nicht mit der Priorattypischen Schwere und Mächtigkeit, was ein Leichtes wäre, sondern vielmehr mit seiner Leichtigkeit und Frische und der Schnelligkeit mit der das Glas sich leert. Ich musste mich ziemlich zurückhalten diesen Wein nicht direkt am ersten Tag auszutrinken. Nach drei Tagen ist er fast am besten.

Die Fakten:

Arbossar

Terroir al Limit

Dominik Huber

2014

Cariñena

Priorat

Spanien

13,5% Vol

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